Schöne Traurigkeit

Stefan hat einen Text zu I am Setsuna geschrieben! Hurra?

Quelle: http://invisioncommunity.co.uk/wp-content/uploads/2016/07/i-am-setsuna-logo.jpg

Ein Spiel mit einem der schönsten Gemälde die ich je gesehen habe (das Cover) gehörte zu einem meiner Spiele des Jahres 2016. Es ist kein Blockbuster, kein Action super-fett-in-die-Fresse- Gedöns, kein innovatives neues Konzept. Es ist ein klassisches JRPG und heisst I am Setsuna.

Quelle: http://www.iamsetsuna.com/de/

Es fühlt sich ein bißchen so an als wären wir jetzt einmal im Kreis gegangen, nachdem es so ca von 2010 bis 2016 extrem still um JRPGs geworden ist und wenn was kam, war es eher so meh. Final Fantasy hat sich in irgendwelche Ecken des Anpassungswahnsinn verannt (Open World Gedöns), aus dem es hoffentlich wieder raus kommt, alles andere hatte einfach nichts interessantes zu bieten. So war es doch schön, mal wieder ein gutes bis sehr gutes klassiches JRPG zu spielen.

Klassisch ist hier sehr wörtlich zu nehmen, spielt es sich aus der Ansicht von alten 16 Bit Größen, dass so genannte Top down, dass Kampfsystem wurde vermutlich mehr als nur „inspiriert“ von ChronoTrigger und Storymäßig sind vergleiche zu Final Fantasy X unumgänglich. So könnte man es auch negativ auslegen und plärren: „ Gab es doch alles schon in besser huehuehuehue!“. Ich und andere die es gespielt haben, waren aber genau darüber froh, dass alte Elemnte wieder mal verwendet wurden.

Überthema des Spiels, so sagten die Entwickler ist „Traurigkeit“. Klingt arg Emo-mäßig, wurde aber sehr schön umgesetzt, von den ausgezeichneten Klavierstücken bis zur scheinbar unendlichen Schneelandschaft.

Die Grundstory ist zu Beginn und bis zum Ende sehr simpel, es gibt allerdings eine Szene vor dem letzten Endboss, die nochmal ordentlich Zeug dazu packt. Mir ist da sofort die Szene aus Matrix:Reloaded eingefallen in der Neo zum ersten mal auf den Architekten trifft und Hans und Franz erklärt bekommt. Passt aber alles ganz gut zusammen und ich mochte es. Während des Spieles stehen die Geschichten der Charaktere die man in seine Party aufnimmt im Vordergrund und bekommt hier mit was deren Motivation ist.

Das Kampfsystem ist wie schon erwähnt von ChronoTrigger nachempfunden, dass bedeutet man sieht seine Gegner in den Gebieten, ein Balken füllt sich bis man seine nächste Aktion machen kann und man kann mit seinen Partymitgliedern Gruppenangriffe durchführen. So weit so bekannt, bei den Fähigkeiten hat man es folgendermaßen gelöst: Es gibt keine Klassen oder „Jobs“, jeder Charakter hat zwar unterschiedliche Parameter was Stärke und Magie angeht, welche Fähigkeiten sie haben bleibt einem aber selbst überlassen.

Nach jedem Kampf findet man vermeintlich nutzloses Zeug oder Loot. Wenn man dies bei einem Händler verkauft, kann man sich neue Fähigkeiten kaufen, hier werden sie „Spritnites“ genannt. So kann man immer mal ein bißchen rum probieren was eine gute Kombination von Spritnites ist und das macht sehr viel Spass.

Quelle: http://www.iamsetsuna.com/de/

Einziger Wehrmutstropfen, es gibt natürlich eine Optimale Gruppe mit optimalen Spritnites. So etwas finde ich immer etwas schade, denn so macht es keinen Sinn bestimmte Charaktere in seiner Party zu haben, da sie einfach nutzlos sind, obwohl man den Charakter mag. Zur verteidigung muss man aber sasgen, dass dies das erste Spiel von der Tokyo RPG Factory ist. Wer ist denn diese Tokyo RPG Factory? Gut das du fragst!
Square Enix muss erkannt haben, dass die Leute nach klassischen guten JRPGs lächzen und hat damit kurzerhand ein eigenes kleines Studio nur dafür gegründet.
Bald kommt das nächste Spiel der Tokyo RPG Factory „Lost Sphear“ in den Handel und ich habe mega bock drauf!

I am Setsuna ist das erste Spiel der Tokyo RPG Factory und kam am 18.2.2016 in Japan für PS4 und PSVita, am 19.7.2016 In USA und Europa für PS4 und am 3.3.2017 kam Weltweit noch eine Nintendo Switch Version.

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